Moed Katan 23

Kapitel 23

א אמר שמואל מקבלי קיבולת בתוך התחום אסור חוץ לתחום מותר
1 Šemuél sagte: Innerhalb des Stadtgebietes darf man keine Akkordarbeit geben, außerhalb des Stadtgebietes ist es erlaubt.
ב אמר רב פפא ואפי' חוץ לתחום לא אמרן אלא דליכא מתא דמקרבא להתם אבל איכא מתא דמקרבא להתם אסור
2 R. Papa sagte: Auch außerhalb des Stadtgebietes ist es nur erlaubt, wenn keine andere Stadt in der Nähe ist, wenn aber eine andere Stadt in der Nähe ist, ist es verboten.
ג אמר רב משרשיא וכי ליכא מתא דמקרבא להתם נמי לא אמרן אלא בשבתות ובימים טובים דלא שכיחי אינשי דאזלי להתם אבל בחוש"מ דשכיחי אינשי דאזלי ואתו להתם אסור
3 R. Mešaršeja sagte: Auch wenn keine Stadt in der Nähe ist, nur an Šabbathen und Feiertagen, weil dann nur selten Leute hinkommen, nicht aber am Halbfeste, weil dann oft Leute hinkommen.
ד מר זוטרא בריה דרב נחמן בנו ליה אפדנא מקבלי קיבולת חוץ לתחום איקלע רב ספרא ורב הונא בר חיננא ולא עלו לגביה ואיכא דאמרי הוא נמי לא על בגוויה
4 Für Mar Zuṭra, den Sohn des R. Naḥman, bauten Akkordarbeiter ein Landhaus außerhalb des Stadtgebietes. Einst kamen da R. Saphra und R. Hona b. Ḥenana und sie betraten es nicht. Manche sagen, auch er selber betrat es nicht. –
ה והאמר שמואל מקבלי קיבולת בתוך התחום אסור חוץ לתחום מותר אדם חשוב שאני ואיכא דאמרי סיועי סייע בתיבנא בהדייהו
5 Šemuél sagte ja aber, Akkordarbeit er dürfen außerhalb des Stadtgebietes arbeiten!? – Anders ist es bei einem angesehenen Manne. Manche sagen, er habe ihnen mit Stroh ausgeholfen.
ו רב חמא שרא להו לאבונגרי דבי ריש גלותא למיעבד להו עבידתא בחולא דמועדא אמר כיון דאגר לא קא שקלי שרשויי הוא דקא משרשו ליה ולית לן בה
6 R. Ḥama erlaubte den Tischdienern des Exilarchen am Halbfeste Arbeit zu verrichten; er sagte nämlich, da sie weiter keinen Lohn als eine Vergütung erhalten, kommt es darauf nicht an.
ז תנו רבנן מקבלין קיבולת במועד לעשותה לאחר המועד ובמועד אסור כללו של דבר כל שהוא עושה אומר לנכרי ועושה וכל שאינו עושה אינו אומר לנכרי ועושה תניא אידך מקבלין קיבולת במועד לעשותה לאחר המועד ובלבד שלא ימדוד ושלא ישקול ושלא ימנה כדרך שהוא עושה בחול
7 Die Rabbanan lehrten: Man darf Akkordarbeit am Halbfeste vergeben, sie nach dem Feste zu verrichten; am Halbfeste selbst ist es verboten. Die Regel hierbei ist: Wenn man selbst arbeiten darf, darf man einen Nichtjuden zu arbeiten beauftragen, wenn man selbst nicht arbeiten darf, darf man auch einen Nichtjuden zu arbeiten nicht beauftragen. Ein Anderes lehrt: Man darf Akkordarbeit am Halbfeste vergeben, sie nach dem Feste zu verrichten, nur darf man nicht messen, wiegen und zählen, wie man es am Wochentage tut.
ח ת"ר אין מרביעין בהמה בחולו של מועד כיוצא בו אין מרביעין בבכור ולא בפסולי המוקדשין
8 Die Rabbanan lehrten: Man darf am Halbfeste kein Tier belegen; desgleichen darf man ein Erstgeborenes oder ein unbrauchbar gewordenes Opfertier nicht belegen.
ט תניא אידך אין מרביעין בהמה בחולו של מועד ר' יהודה אומר חמורה שתבעה מרביעין עליה זכר בשביל שלא תצטנן ושאר כל הבהמות מכניסין אותן לבקרות
9 Ein Anderes lehrt: Man darf am Halbfeste kein Tier belegen; R. Jehuda sagt, wenn eine Eselin nach einem Männchen verlangt, so darf man sie mit einem Männchen belegen, damit sie nicht erkalte; andere Tiere bringe man in den Rinderstall.
י ת"ר אין מדיירין לא בשבתות ולא בימים טובים ולא בחולו של מועד ואם באו מאליהן מותר
10 Die Rabbanan lehrten: Man darf weder am Šabbath noch am Feste noch am Halbfeste [das Feld] pferchen; kommen die Tiere von selbst, so ist es erlaubt,
יא ואין מסייעין אותן ואין מוסרין להם שומר לנער את צאנם היה שכיר שבת שכיר חדש שכיר שנה שכיר שבוע מסייעין אותן ומוסרין להם שומר לנער את צאנם ר' אומר בשבת בטובה ביו"ט במזונות במועד בשכר אמר רב יוסף הלכתא כרבי:
11 jedoch darf man ihnen nicht behilflich sein, auch ihnen keinen Wächter zum Bewachen der Schafe zuteilen. Sind sie auf Wochen, Monate, Jahre oder ein ganzes Septennium gemietet, so darf man ihnen behilflich sein, und ihnen einen Wächter zuteilen, die Schafe zu hüten. Rabbi sagte: Am Šabbath nur für einen Dank, am Feste für Kost, und am Halbfeste auch für Belohnung. R. Joseph sagte: Die Halakha ist wie Rabbi.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> וכן מי שהיה יינו בתוך הבור ואירעו אבל או אונס או שהטעוהו זולף וגומר וגף כדרכו דברי ר' יוסי ר' יהודה אומר עושה לו לימודים בשביל שלא יחמיץ:
12 <b>E</b><small>BENSO DARF ER, WENN ER SEINEN</small> W<small>EIN BEREITS IN DER</small> P<small>RESSGRUBE HAT UND VON EINEM</small> T<small>RAUERFALLE ODER EINEM</small> U<small>NFALLE BETROFFEN WIRD, ODER</small> [<small>SEINE</small> A<small>RBEITER</small>] <small>IHN ANFÜHREN, DEN</small> W<small>EIN VOLLENDS ABFÜLLEN UND DAS</small> F<small>ASS WIE GEWÖHNLICH VERSPUNDEN</small> – <small>SO</small> R. J<small>OSE;</small> R. J<small>EHUDA SAGT, ER DÜRFE IHN NUR MIT</small> B<small>RETTERN ZUDECKEN, DAMIT ER NICHT SAUER WERDE</small>.
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> וצריכא דאי אשמעינן קמייתא בההיא קאמר ר' יוסי משום דמישחא נפיש פסידיה אבל חמרא דלא נפיש פסידיה אימא מודי ליה לרבי יהודה ואי אשמעינן בתרייתא בההיא קאמר רבי יהודה אבל בהך אימא מודה לר' יוסי צריכא
13 GEMARA. Und beides ist nötig. Würde er nur den ersten [Fall] gelehrt haben, so könnte man glauben, R. Jose vertrete seine Ansicht nur da, weil beim Öl der Schaden groß ist, beim Weine aber, bei dem der Schaden nur gering ist, pflichte er R. Jehuda bei. Und würde er nur den zweiten gelehrt haben, so könnte man glauben, R. Jehuda vertrete seine Ansicht nur hierbei, da aber pflichte er R. Jose bei. Daher ist beides nötig.
יד אמר רב יצחק בר אבא מאן תנא שינוי במועד בדבר האבד דלא כר' יוסי אמר רב יוסף הלכה כר' יוסי
14 R. Jiçḥaq b. Abba sagte: Wer lehrte, beim Leichtverderblichen am Halbfeste sei eine Veränderung erforderlich? Es ist nicht R. Jose. R. Joseph sagte: Die Halakha ist wie R. Jose.
טו בעו מיניה מרב נחמן בר יצחק מהו למישע חביתא דשיכרא בחולא דמועדא אמר להו סיני אמר הלכה כר' יוסי אימור דאמר רבי יוסי בחמרא בשיכרא מי אמר
15 Man fragte R. Naḥman b. Jiçḥaq: Darf man am Halbfeste ein Faß Met verspunden? Dieser erwiderte: Der Vielwisser sagte, die Halakha sei wie R. Jose. – Allerdings sagte dies R. Jose vom Weine, sagte er es etwa auch vom Met!? –
טז חמרא טעמא מאי משום דנפיש פסידיה שיכרא נמי אית בה פסידא דאמר אביי אמרה לי אם בר שית סאוי ושייע מבר תמני ולא שייע
16 Beim Weine deshalb, weil der Schaden groß ist, und auch beim Met ist der Schaden [groß]. Abajje sagte nämlich: Mutter sagte mir: Lieber eines von sechs Seá und verspundet, als eines von acht Seá und nicht verspundet.
יז אמר רב חמא בר גוריא אמר רב הלכות מועד כהלכות כותים בהלכה למאי הלכתא אמר רב דניאל בר קטינא (אמר רב) לומר שהן עקורות ואין למידות זו מזו
17 R. Ḥama b. Gor ja sagte im Namen Rabhs: Die Vorschriften über das Halbfest gleichen den Vorschriften über die Samaritaner. – In welcher Hinsicht? R. Daniél b. R. Qaṭṭina erwiderte [im Namen Rabhs]: Dies besagt, daß sie ebenfalls steril sind, und daß von einem Falle auf einen anderen nichts zu übertragen ist.
יח דאמר שמואל זופתין כוזתא ואין זופתין חביתא רב דימי מנהרדעא אמר זופתין חביתא ואין זופתין כוזתא מר חייש לפסידא ומר חייש לטירחא
18 Šemuél sagte nämlich: Man darf wohl einen Krug verpichen, jedoch kein Faß. R. Dimi aus Nehardea͑ sagte: Man darf ein Faß verpichen, jedoch keinen Krug. Einer berücksichtigt den größeren Schaden und einer berücksichtigt die größere Mühe.
יט אמר אביי נקטינן הלכות מועד כהלכות שבת
19 Abajje sagte: Es ist uns überliefert, daß die Vorschriften über das Halbfest den Vorschriften über den Šabbath gleichen: